Bildende Kunst.

Blicken wir zurück auf jene Zeiten, wo zum ersten Male von einem Blühen der bildenden Kunst in München gesprochen werden kann, so finden wir diese stets eng mit dem Kunstgewerbe verknüpft, ebenso wie in den heutigen Tagen, die uns ja eine herrliche neue Renaissance der Kunst gebracht haben. Jene erste Blüthe der bildenden Kunst entfaltete sich unter Albrecht V., der in der Geschichte Bayerns und Münchens immer wieder genannt werden muß, wenn von hochsinnigen, künstlerischen Bestrebungen die Rede ist.

Über Kunstübung und Kunstpflege in den dieser Renaissance vorangehenden Jahren wissen wir nicht viel. An Kunstwerken ist sehr wenig erhalten, um uns davon zu erzählen.

Von den Werken der Plastik aus dem 13. und 14. Jahrhundert ist nichts auf uns gekommen, den prachtvollen Schrenkschen Altar in der Peterskirche ausgenommen.

Chronisten jener Tage melden von einer hohen Blüthe der Plattnerei und Goldschmiedekunst. Die in München hergestellten Waffen und Harnische genossen Weltruf.

Im 15. Jahrhundert war München unbestritten der Mittelpunkt bayerischer Kunstthätigkeit. An Bildnern finden wir da Hans, den Steinmeißl (sein wahrer Name ist unbekannt), der den schönen Grabstein Kaiser Ludwigs in der Frauenkirche geschaffen, dann Erasmus Grasser, den vorzüglichen Holzschnitzer, dessen Narrenfiguren im Saale des alten Rathhauses Zeugniß für seine Meisterschaft ablegen.

Was die Maler zu jenen Zeiten anbelangt, so waren sie - wie schon im Kapitel über die Zünfte des Näheren erzählt worden - in München "zünftig."

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