Die Münchner Zünfte im
Frieden und im Krieg.

Wie in anderen deutschen Städten des Mittelalters, so erreichten auch in München die Zünfte eine hohe Blüthe, sowohl nach der gewerblichen Seite hin, als auch durch ihre wehrhaften, kraftvollen und militärisch trefflich ausgebildeten Mitglieder nach der kriegerischen Seite hin.

Die Entwicklung der Zünfte, der Zusammenschluß der einzelnen Gewerbetreibenden zu Verbänden, vollzog sich hier genau so wie anderswo: theils freiwillig, theils durch behördliche Verordnungen.

Diese polizeilichen Befehle zum Zusammenschluß der einzelnen Gewerbe hatten ursprünglich nicht einmal den Zweck, die Bildung der Genossenschaften und Zünfte als solche zu fördern, sondern die einzelnen Gewerbe, die durch Lärm oder üblen Geruch die Nachbarschaft belästigten, abzusondern und in eigenen Quartieren zu vereinigen. Kaiser Ludwig hat ja in dieser Beziehung auch verschiedene Anordnungen erlassen. Ganze Straßen wurden in Folge dessen nur von bestimmten Gewerbetreibenden bewohnt; daran erinnern heute noch die Schäffler-, Sporrer-, Lederer-, Windenmacher-, Tischlergasse, der Färbergraben etc.

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