Das 17. Jahrhundert.

Als Herzog Wilhelm V. im Jahre 1597 die Regierung ganz in die Hände seines Sohnes Maximilian legte, der schon mehrere Jahre als Mitregent an seiner Seite gewirkt hatte, da erwies er nicht nur sich selbst, sondern auch dem Lande damit den größten Dienst.

Das Zeitalter der Renaissance mit seinem wahren Rausche an Prachtliebe und Verschwendung hatte das Land nahezu an den Ruin gebracht.

Wilhelm hatte ja das Land schon tief verschuldet geerbt, und er selbst war als ächter Sohn seiner Zeit gewiß ganz und gar ungeeignet, Ordnung in die zerrüttete Wirthschaft zu bringen. Hatte sein Vorfahre das Geld mit vollen Händen für Kunst, Künstler und werthvolle Sammlungen hingegeben, so verschlangen des frommen Wilhelm Kirchen- und Klosterbauten hinwieder ungeheure Summen, wozu noch die verschwenderische Art der Hofhaltung kam.

Maximilian war da das vollkommene Gegentheil seines Vaters, so recht der Mann zum Ordnungschaffen.

Er fuhr mit eiserner Hand in die höfische Schlemmerwirthschaft, und "das Hofgesündlein, die Räth und Guardien" machten gar verdutzte Gesichter, als die riesigen Bierlieferungen aus dem Hofbräuhause eingestellt, die Prasserei aus des Herzogs Küche

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