München unter Kurfürst Ferdinand Maria.

Der Wiederherstellung des in seinen Grundfesten erschütterten Kurfürstenthums und seiner Hauptstadt München war Maximilians ganze Kraft und Sorge gewidmet. Und als er endlich im Sommer 1651 fühlte, daß er am Schlusse seines Lebens stand, da verwendete er noch seine letzten Stunden dazu, um für seinen Sohn und Nachfolger "Väterliche Ermahnungen" zu diktiren, worin er die Quintessenz seiner Lebens- und Regentenweisheit niederlegte. Es heißt darin u. A., nächst Gott seien vier Grundsäulen einer wohl geordneten fürstlichen Regierung zu setzen: Kriegsmacht, so viel vonnöthen, Baarschaft an Geld, so viel genug, haltbare Schlösser und Festungen, "die größte Macht und sicherste Stärke aber besteht in der Zufriedenheit und der Zuneigung der Unterthanen". "Ein Fürst, der mit seinem Land nicht zufrieden ist, sondern Fremde unter sich zu bringen trachtet, der wird eher das Seinige verlieren als andere bekommen; denn weil er in seiner unmäßigen Begierde mehr und mehr sich ganz verliert, so bringt er das bereits Erworbene in große Gefahr, daß Alles zum Raub und endlich zu völligem Untergang geht." Nennt man den Krieg, so nennt man Weh und Schrecken; ist man aber gezwungen, ihn zu führen, so gelte kein Bedenken und kein Wanken! In Treue fest, so stehe der Herrscher zu Gott und seinem Volk! -

Ferdinand Maria trat nach dem am 27. September 1651 erfolgten Tod Maximilians die Regierung an.

Er war zwar kein bedeutender Geist, aber vom besten Willen beseelt, Ordnung in die zerrütteten Verhältnisse zu bringen. Das wäre nun einem begabteren Regenten

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