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Besonders erwähnt wird Waydthausen im Jahre 1683, als Max Emanuel aus dem Türkenkriege zurückkehrte; damals veranstaltete Frhr. Pankraz Leibelfing auf seinem dortigen Landsitze ein großes Fest. Zum Dank erhob der Herzog dieses Haus zu einem Edelsitz und ganz Haidhausen zu einer "Hofmark".

Nachdem verschiedene Geschlechter Eigenthümer gewesen, erwarb 1826 der Staat Haidhausen, wodurch es königliche Gemeinde wurde.

Früher zur Pfarre Bogenhausen gehörig, hat es seit 1822 seine selbstständige Pfarre und jetzt die neu erbaute herrliche Kirche.

Bei der Volkszählung im Jahre 1836 wies Haidhausen 4600 Bewohner auf. Heute mehr als das Zehnfache. Im Laufe der letzten fünfzig Jahre ist der Aufschwung geradezu rapid gewesen. Die Anlage des Ostbahnhofes, der bedeutendsten Brauereien (Hofbräuhaus, Bürgerliches Bräuhaus, Münchener Kindl, Sternecker etc. etc.), zahlreicher großer Fabriketablissements etc. haben Tausende von arbeitsfreudigen Menschen angelockt und die alte Hofmark wuchs zu einem blühenden Theile Münchens heran, dessen Entwicklung noch lange nicht abgeschlossen ist.

Die Vorstadt Au.

Auch über die Entstehung dieser Ortschaft wissen wir nichts Genaues, doch hat sie vermuthlich schon lange vor 1158 bestanden.

Das alte Paulanerkloster in der Au.

In früheren Zeiten dürften wohl auf diesem Gebiete die Fluthen der Isar dahingerauscht sein - und noch 1422 befahl ein Gesetz: "bei eintretender Überschwemmung die Wasserwehre bei Harlaching zu öffnen, damit das Wasser gegen den Berg und nicht nach der Stadt München hinströme".

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