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von Stauf und Herr Hans von Pfeffenhausen den Schild, und Herr Gregor von Eglofstein, Hofmeister, und Wolf von Fraunberg, Herr von Haag, den Helm.

Hierauf wurden sechs Leibpferde des verstorbenen Herzoges, mit schwarzem Tuche bis auf die Erde bedeckt, jedes eine brennende Kerze auf der Stirne tragend, mit den bayerischen Wappenschildern behangen, von zwölf Rittern geleitet, um den Hochaltar geführt.

Herzogin Kunigunde, Gemahlin Albrechts IV.

Sodann gingen die Fürsten, die Abgeordneten, die Grafen, Ritter und Edle und die Abgeordneten der Städte, und nach ihnen die Fürstinnen und Damen zum Opfer.

Den Opfergang beschloß Herr Hieronimus von Seiboltstorf, Vitzthum, eine große brennende Kerze, mit hundert Gulden besteckt, tragend.

Nach gesungenem Libera wurde der Sarg mit dem Leichname des Herzogs Albrecht in die Gruft unter den Hochaltar getragen und daselbst neben den Überresten Kaiser Ludwigs und seiner anderen Vorfahren beigesetzt.

Nach geendigter Kirchenfeier bewegte sich der Zug in der nämlichen Ordnung zurück in die alte Veste; die Frau Wittwe Kunigunde aber ging nicht mehr in ihr herzogliches Schloß, sondern begab sich in das Pütrich-Regelkloster der Franziskanerinnen,

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