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Aus einem Breve Papst Gregors vom Jahre 1272 erfahren wir auch noch die Namen der damaligen beiden Pfarrer: sie hießen Heinrich und Ulrich; auch ist daraus ersichtlich, daß die Theilung mit Einwilligung des Pfarrherrn Heinrich von St. Peter geschehen ist.

Unter der Regierung Herzog Ludwigs des Strengen entstanden in München noch verschiedene Klöster. Über den Neubau des Franziskanerklosters ist schon vorhin gesprochen worden; weiter entstand ein Nonnenkloster, ferner die sogenannte Ridler'sche Communität, und das von den Franziskanern verlassene Kloster auf dem Anger wurde

Schwabingerthor.

den Clarissinnen eingeräumt. Das Kloster der Augustiner (heute Zollamt und Gerichtsgebäude) wurde im Jahre 1291 auf dem sogenannten Haberfeld außerhalb der damaligen Stadtmauer und dem "schönen Thurm" zu bauen begonnen und drei Jahre später vollendet.

In demselben Jahre, da die große Pfarrtheilung in München durchgeführt wurde, trennte Bischof Konrad von Freising auch die in München befindlichen Spitäler von den Pfarren ab und setzte für dieselben einen eigenen Pfarrer ein, wie sie auch eine eigene Begräbnißstätte erhielten.

Unter den Urkunden des Heiligen-Geist-Spitales befindet sich ein Zettel über die Unkosten, welche die Einweihung des neuen Friedhofes verursacht haben. Dieses hochinteressante Schriftstück lautet wörtlich:

Daz ist die Zettel was yber den goczacker gangen ist das man in geweicht hatt mit aller Umkost was darauf gangen ist dem pischof zerung vnd alle sach geschehen am Erchtag nacht dem pfinstag im 43 jar.

Aufgeben zu der Weich wie hernach volgt:

4 pfd. pf. vmb 1 Dischtuech
4 pfd. pf. vmb 2 Hanndtzwechlen
28 pf. vmb 2 Leichter.

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