Herzog mit Malern und Cantoren in ein fast freundschaftliches Verhältniß trat". Was jedoch den sparsamen "Vätern", die immer nur Kohl und nicht auch Rosen anpflanzen wollten, als unerlaubte Verschwendung galt, ist heute der schönste Ruhm Albrechts V. Diesem ist es zu danken, daß nicht nur in den protestantischen Reichsstädten, sondern auch im katholischen München Cultur und Geistes-
Albrecht V.
leben unvergängliche Werke reiften. Glänzender freilich thaten sich jene großen Handelsemporien hervor. Allen Städten voran das Nürnberg des sechzehnten Jahrhunderts! Da, wo die Kaiserburg mit hohen Zinnen über die Stadt sich erhebt, wo die schlanken Thürme von St. Lorenz zu St. Sebald hinübergrüßen, war ein Volksleben entwickelt, dessen schlichte Würde an keinem Orte und zu keiner Zeit übertroffen worden. So lange man Künstler und Dichter ehrt, wird die Stadt, wo Vischer, Dürer, Krafft und Sachs zusammenwirkten, den ersten Kranz beanspruchen können. Unter dem Schutze Albrechts V. blühte aber auch in Bayern die Kunst empor, und seine Begeisterung für die idealen Güter der Menschheit vererbte sich fortan in seinem