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Über einen der gefährlichsten Feinde Münchens in damaliger Zeit, den Ritter Gebhard von Kammer zu Hohenkammer, erzählt Mayer:

"Sein Vater, Arnold von Kammer, war einigen Bürgern von München Geld der Herzoge wegen schuldig geworden, und nach dessen Tode wollte sein Sohn über die Bezahlung der Schuld sich nicht einigen.

Darüber kam es zur gegenseitigen Befehdung.

Gebhard von Kammer besaß die Veste Schaumburg zwischen Murnau und Eschenloh. Bei der nun ausgebrochenen Fehde beschloß der Magistrat München, sich dieser Veste rasch zu bemächtigen, weil zu befürchten stand, daß von ihr aus die vorüberziehende Landstraße und die Floßfahrt auf der Loisach bedeutend beunruhigt werden möchten. Die Hauptleute Bartholomä Schrenk und Heinrich Barth wurden mit dem Vollzuge dieses Beschlusses betraut. Mit einer ansehnlichen Streitmacht, unter derselben alle Schützen und Söldner der Stadt, der Handwerkmeister Jakob, der Brückenmeister Konrad, dann die Zimmerleute der Stadt mit acht Kanonen und anderen Kriegsmaschinen, zogen die Hauptleute im Jahre 1414 nach Murnau, von wo aus sie Schaumburg belagerten. Allein die Sache war nicht so leicht - es wurde so hartnäckig gefochten, daß die Bürger von München sogar eine Kanone sammt den Seilen verloren, die man von der St. Peterskirche entlehnt hatte. Erst

Auf der Zielstatt vor dem Angerthore.

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