Deutschkurs in Hannover - Lerne Deutsch mit uns

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daß München schon zur Zeit als solches nur noch mit den inneren vier Thoren und dem inneren Graben geschlossen war, außer dem angeregten Willbrechtsthor mithin außer der Stadt schon eine "Schwäbingergasse" hatte. Es ist bekannt, daß das jetzige

Kloster der Franziskaner, das Kloster auf dem Anger, Stiegen und Bitterich, das Kloster der Augustiner und das heil. Geistspital damals ebenfalls außer der Stadt lagen. Das Kloster Tegernsee hat im Jahre 1286 das jetzige Haus nächst St. Klara auf dem Anger erkaufet. Man hat also diese außer der Stadt liegend beträchtliche Klöster und Häuser mit einer Mauer eingefangen. Man siehet bei dem Kloster Anger wie nahe die Stadtmauer angebauet ist; zum Beweis, daß man dieses Kloster in die Ringmauern einschließen, und weiter außerhalb eine Mauer nicht ohne Noth ausführen wollte, weil außer dem Kloster Anger keine Gebäude mehr waren."

Diese Stadterweiterung war also schon nach kaum einem Jahrhundert, seit Heinrich der Löwe die Isarbrücke erbaut hatte, nothwendig geworden; die Entwicklung und Bevölkerung Münchens ist für damalige Verhältnisse sehr rasch vor sich gegangen.

Siegel der Stadt München aus dem Jahre 1313.

Bergmann berichtet weiter: "Eine Urkunde vom Jahre 1347 nennet uns schon den ehemaligen Stadtgraben den inneren Graben; weil schon ein äußerer Graben um die neuerbaute Ringmauer gewesen ist. In einem der ältesten Steuerbücher vom Jahre 1369 kommen schon alle jetzigen Gässen und die herinn befindliche steuerbare Häuser der Stadt München vor, als Krothenthall, pratum oder der Anger, Mühlgasse, Roßmarkt, Sendlingergasse, Althaimergasse, Neuhausergasse, enge Gasse, Kreuzgasse, Prangergasse, Schwäbingergasse, hintere Schwäbingergasse, untere Schwäbingergasse, Graggenau, Thall (und zwar in unserer Lieben Frauen Pfarr, und das Thall in St. Peters Pfarr), Rindermarkt, Graben, Kaufingergasse, Kornmarkt, Markt. Alle diese in und außer der damaligen Stadt München gelegenen Gassen haben die Stadt München ausgemacht."

Wie schon vorhin erwähnt, haben sich die auf Heinrich den Löwen folgenden Herzoge sehr wenig in München selbst aufgehalten, sondern größtentheils in Kelheim

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